Mehrsprachigkeit ist für offene, heterogene, demokratische und wohlhabende Gesellschaften unerlässlich. Obwohl wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass das Gefühl der Freude für erfolgreiches Lernen von entscheidender Bedeutung ist, zeigt die Forschung, dass die Mehrheit der Schüler an europäischen Schulen aufgrund von Sprachangst beim Erlernen einer Sprache wenig Freude verspürt.

Das SLS4Teens-Projekt zielt darauf ab, das Lehren und Lernen von Sprachen mithilfe innovativer Methoden des mündlichen Lernens und der emotionalen und affektiven Sicherheit der Schüler zu verbessern. In diesem Projekt erhalten Masterstudierende und praktizierende Lehrkräfte eine Ausbildung in 7 innovativen Modulen: Rolle der IKT; interkulturelle Kommunikation; neurowissenschaftliches Lehren und Lernen von Sprachen; affektive Faktoren und Motivation im Sprachunterricht; Erforschung des Lehrens und Lernens der Grammatik; Bewertung der mündlichen Produktion und des neurolinguistischen Ansatzes.

Die Schulungsmodule wurden von fünf Partneruniversitäten entwickelt, die auch Forschungen durchführen werden, um die Auswirkungen dieser Methoden zu untersuchen. Das direkte Ergebnis wird die Erstellung von Schulungsmaterialien und pädagogischen Richtlinien in 7 innovativen Ansätzen sein. Sie werden von aktiven Lehrern und Universitätsstudenten in ganz Europa wiederverwendbar sein.

Aus wissenschaftlicher Sicht wird das Projekt dazu beitragen, das Verständnis des Fremdsprachenlernens bei zwei Gruppen von Jugendlichen zu verbessern: bei einheimischen Jugendlichen, die die erste Fremdsprache lernen, und bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund, die die Sprache des Schullandes lernen (Allophone der Schüler).